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SLV Nord - bitte wählenSchweißtechnische Lehr- und Versuchsanstalt Nord gGmbH

Mechanisch-technologische Prüfung

Mechanisch-technologische Prüfungen sind Werkstoffprüfungen, die die Verarbeitbarkeit von Werkstoffen unter verschiedenen Bedingungen klären.

Zugversuch

Die Aufgabe des Zugversuches besteht in der Bestimmung einer oder mehrerer Festigkeits- und Verformungskenngrößen bei Einhaltung bestimmter Bedingungen. Dabei wird eine Zugprobe bis zum Bruch gedehnt und die dabei erforderliche Zugkraft sowie die Probenverlängerung gemessen.

Mechanisch-technologische Prüfung mittels Zugversuch
Mechanisch-technologische Prüfung mittels Zugversuch

Biegeversuch

Der Biegeversuch nach DIN EN ISO 5173 dient zur Prüfung der Verformbarkeit von Stumpfschweißverbindungen. Die Probe wird hierbei auf Rollen gelagert und um einen Dorn gezogen.

Kerbschlagbiegeversuch

Die Aufgabe des Kerbschlagbiegeversuches besteht in der Bestimmung der Zähigkeit, d.h. des Verformungsvermögens eines metallischen Werkstoffs bei schlagartiger Beanspruchung. Der Versuch erlaubt u. a. die Beurteilung der Bruchverhaltens unter verschiedenen Temperaturen.

Kerbschlagbiegeversuch
Kerbschlagbiegeversuch

Härteprüfung

Die kritische Stelle einer Schweißverbindung ist in der Regel die Wärmeeinflusszone. Das Ergebnis der Härteprüfung gibt Aufschluss über die sachgemäße schweißtechnische Verarbeitung des Werkstoffes.

Härteprüfung nach Vickers
Härteprüfung nach Vickers

Metallographie

Untersuchung mittels mikroskopischer Auswertung
Untersuchung mittels mikroskopischer Auswertung

Der Gefügeaufbau eines metallischen Werkstoffes beeinflusst maßgeblich seine mechanischen und physikalischen Eigenschaften. Die Metallographie stellt die wesentliche Methode zur Gefügeuntersuchung dar. Sie umfasst die optische Untersuchung des Gefüges mittels mikroskopischer Auswertung, mit dem Ziel einer qualitativen und quantitativen Beschreibung.

Mikrogefüge volltragende mehrlagige Rohreinschweißung, t = 6/10 mm, geätzt nach Beraha II. Schweißverfahren 141, Werkstoff 1.4462 – Links Grundwerkstoff mit Walzzeiligkeit, Mitte Wärmeeinflusszone (WEZ), rechts Schweißgut im Wurzelbereich. Austenit (dunkel bis bläulich) und Deltaferrit (beige). Originäre Vergrößerung 50-fach.
Mikrogefüge volltragende mehrlagige Rohreinschweißung, t = 6/10 mm, geätzt nach Beraha II. Schweißverfahren 141, Werkstoff 1.4462 – Links Grundwerkstoff mit Walzzeiligkeit, Mitte Wärmeeinflusszone (WEZ), rechts Schweißgut im Wurzelbereich. Austenit (dunkel bis bläulich) und Deltaferrit (beige). Originäre Vergrößerung 50-fach.
Mikrogefüge volltragende mehrlagige Rohreinschweißung, t = 6/10 mm, geätzt nach Beraha II. Schweißverfahren 141, Werkstoff 1.4462 – Links Grundwerkstoff mit Walzzeilgkeit, schmale Wärmeeinflusszone (WEZ), mittig Wurzellage, rechts oben Fülllage. Austenit (braun bis bläulich) und Deltaferrit (beige). Originäre Vergrößerung 50-fach.
Mikrogefüge volltragende mehrlagige Rohreinschweißung, t = 6/10 mm, geätzt nach Beraha II. Schweißverfahren 141, Werkstoff 1.4462 – Links Grundwerkstoff mit Walzzeilgkeit, schmale Wärmeeinflusszone (WEZ), mittig Wurzellage, rechts oben Fülllage. Austenit (braun bis bläulich) und Deltaferrit (beige). Originäre Vergrößerung 50-fach.

Baumannabdruck

Bei alten, unberuhigt vergossenen Stählen fand aufgrund der Badbewegung (Kochen) eine Entmischung der chemischen Elemente statt. Durch den sogenannten Baumannabdruck kann die Schwefelverteilung im Makroschliff sichtbar gemacht werden.

Funkenemissions-Spektroskopie

Die chemische Zusammensetzung eines Werkstoffes zu kennen ist für die Schweißtechnik immens wichtig, um den geeigneten Schweißprozess auswählen zu können. Bei der Funkenemissions-Spektroskopie wird auf einer Probe des Bauteils ein Lichtbogen gezündet. Jedes chemische Element hat seine charakteristische Wellenlänge, mit dem es leuchtet. Das erzeugte Lichtspektrum wird in seine einzelnen Wellenlängen zerlegt und ermöglicht so eine Aussage über die chemische Zusammensetzung.

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Ansprechpartner

  1. Rene BullertRene Bullert

    Diplom-Ingenieur (FH) - SFI/IWE
    Leiter Werkstofftechnik und Qualitätssicherung
    Telefon: +49 (0)40 35905-802
    Fax: +49 (0)40 3590544-802
    E-Mail: rbullert@slv-nord.de

  2. Wolf-Dieter LamprechtWolf-Dieter Lamprecht

    Diplom-Ingenieur (FH) - SFI/IWE
    Telefon: +49 (0)40 35905-809
    Fax: +49 (0)40 3590544-809
    E-Mail: wlamprecht@slv-nord.de