SLV Nord - bitte wählenSchweißtechnische Lehr- und Versuchsanstalt Nord gGmbH

Zerstörungsfreie Werkstoffprüfung

Ziel der zerstörungsfreien Werkstoffprüfung (ZfP) ist es, eine Aussage über etwaige Unregelmäßigkeiten zu treffen ohne die Bauteile zu schädigen. Bei der Auswahl des Prüfverfahrens achten wir darauf, das angestrebte Prüfziel zuverlässig und mit minimalem Aufwand zu erreichen. In der Regel werden verschiedene Prüfverfahren kombiniert um alle Unregelmäßigkeiten erfassen zu können.

Digitale Radioskopie ZfP
Digitale Radioskopie - modern, zeitgemäß und schnell, um Unregelmäßigkeiten festzustellen

Unser Prüfpersonal verfügt über die schweißtechnische Kompetenz und die erforderlichen Zertifizierungen nach DIN EN ISO 9712 bzw. DIN EN 473 in den Prüfverfahren der Sicht-, Magnetpulver-, Eindring- und Ultraschallprüfung sowie der Digitalen Radioskopie.

Sichtprüfung (Visual Testing / VT)

Unter Sichtprüfung versteht man eine Betrachtung mit bloßem Auge oder mit Hilfe von Vergrößerungslinsen. Auch eine Betrachtung schwer zugänglicher Innenräume mit Hilfe von Endoskopen gilt als Sichtprüfung.

Sichtprüfung einer Kehlnaht mit Hilfe einer Lupe
Sichtprüfung einer Kehlnaht mit Hilfe einer Lupe

Magnetpulverprüfung (Magnetic Testing / MT)

Bei der Magnetpulverprüfung wird das Prinzip des magnetischen Streuflusses ausgenutzt. In das Bauteil wird ein Magnetfeld eingebracht. Trifft das Magnetfeld senkrecht auf einen magnetisch schlecht leitenden Bereich (z. B. Riss mit Luft), so wird ein Teil der Feldlinien aus der Oberfläche herausgedrängt. Es entsteht ein magnetischer Streufluss. Dieser wird durch ein aufgebrachtes Metallpulver für das menschliche Auge sichtbar.

Magnetpulverprüfung
Magnetpulverprüfung

Eindringprüfung (Penetration Testing / PT)

Die Eindringverfahren werden zum Nachweis von Fehlern eingesetzt, die zur Oberfläche hin offen sind. Beim Eindringverfahren wird auf die Prüffläche geeignetes Eindringmittel aufgetragen. Nach dem Aufbringen eines Entwicklers, der das in den Fehlern verbleibende Eindringmittel „ansaugt“ (Löschblatteffekt), ergibt sich die Fehleranzeige.

Prüfstück mit Fehleranzeige
Prüfstück mit Fehleranzeige

Ultraschallprüfung (Ultrasonic Testing / UT)

Es wird der mit sogenannten Ultraschallprüfköpfen erzeugte Ultraschall in das Werkstück eingekoppelt. An Fehlstellen in diesem Werkstück werden die Schallwellen reflektiert. Durch Messung der Laufzeit ist eine Ortung des Fehlers möglich.

Ultraschallprüfung
Ultraschallprüfung

Durchstrahlungsprüfung (Digitale Radioskopie / DR)

Es können durch die Durchstrahlungsprüfung Unregelmäßigkeiten im Inneren eines Prüfstücks/Bauteils (z. B. Hohlräume, Einschlüsse, Risse, Bindefehler u.a.) geortet und visualisiert werden. Die Fehlergröße ist direkt erkennbar. In unserer modernen Radioskopie-Vollschutzanlage (Seifert x-cube) können Bauteile von bis zu max. 100 kg und einer zu durchstrahlenden Wanddicke von maximal 40 mm (Stahl) bzw. bis zu 80 mm (Aluminium) geprüft werden.

Auswertung von Röntgenbildern
Auswertung von Röntgenbildern

Materialien zum Downloaden

Ansprechpartner

  1. Sven KnochenmußSven Knochenmuß

    Diplom-Ingenieur - SFI/IWE
    Telefon: +49 (0)40 35905-760
    Fax: +49 (0)40 3590544-760
    E-Mail: sknochenmuss@slv-nord.de