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Ausbildung und Corona Folge 3: Hybrid-Unterricht: „Einfach entspannter – und ich habe 1.500 Euro gespart!“

Nils Schrum hat Teil 3 der Ausbildung zum Internationalen Schweißfachmann fast komplett von zu Hause aus besucht. Wir haben nachgefragt: Wie waren seine Erfahrungen mit dem erstmals in dieser Form durchgeführten Hybrid-Unterricht?

Hybrid-Unterricht und Corona
Nils Schrum: „Auch online ist man 1:1 mit dem Lehrer verknüpft.“

Herr Schrum, war nicht eigentlich geplant, dass Sie im Wechsel je ein paar Tage Unterricht an der SLV Nord und zu Hause erhalten? (Siehe unsere Folge 2)

Das stimmt! Aber tatsächlich war ich nur die ersten zwei Tage an der SLV Nord. Der danach startende Online-Unterricht hat mir so gut gefallen, dass ich für mich beschlossen haben, den theoretischen Teil nur noch von zu Hause aus weiterzuverfolgen!


Was war für Sie der große Vorteil am dann ja Online- statt Hybrid-Unterricht?

Zunächst einmal habe ich eine sehr weite Anreise: etwa 120 Kilometer. Dadurch, dass die Fahrt wegfiel, habe ich enorm viel Zeit gewonnen. All diese Zeit hatte ich somit mehr zum Lernen! Und ich habe bestimmt 1.000 Euro an Benzinkosten gespart. Ich finde Online-Unterricht auch insgesamt einfach entspannter. In den Pausen holt man sich zum Beispiel einfach einen Kaffee aus der eigenen Küche und muss sich nicht in der Cafeteria anstellen. Und man gibt auch kein Geld dort fürs Mittagessen aus. Wenn ich das auch mit einrechne, habe ich in diesen zwei Monaten sicher sogar 1.500 Euro gespart!


Ja, der Zeit- und Kostenfaktor liegt natürlich auf der Hand. Und wie hat sich das Online-Lernen in der Praxis für Sie angefühlt?

Eigentlich macht es gar keinen Unterschied, ob man im Schulungsraum sitzt oder zu Hause. Auch online ist man 1:1 mit dem Lehrer verknüpft. Alles, was im Lehrgang passiert, erscheint auch auf dem Bildschirm. Und das Ergebnis hat gestimmt: In meiner schriftlichen Prüfung habe ich in einem Hauptgebiet sogar 100 Prozent erreicht!


Wie klappte denn die Kommunikation mit dem Dozenten und den anderen Teilnehmern?

Das lief prima. Fragen, die von Online-Teilnehmern gestellt wurden, etwa per Chat, wurden vom Dozenten jeweils noch einmal laut für die Teilnehmer im Schulungsraum wiederholt und für alle gemeinsam beantwortet. Umgekehrt genauso: Stellte ein Teilnehmer im Raum eine Frage, was für uns schwer zu verstehen war, weil dieser ja kein Headset trug, gab der Dozent die Frage laut an die Teilnehmer zu Hause weiter und hat sie dann beantwortet. Das war sehr gut gemacht.


Gab es auch mal Probleme mit der Technik?

In den zwei Monaten kam es genau einmal vor, dass die Übertragung kurz für alle Online-Teilnehmer unterbrochen war. Die IT der SLV Nord hat das aber in fünf Minuten beheben können. Während der kurzen Wartezeit bekamen wir von den Präsenz-Teilnehmern über unsere Lehrgangs-WhatsApp-Gruppe das Update, dass der Unterricht gleich weitergeht. Also war die kurze Störung kaum der Rede wert. Insgesamt war die Technik wirklich leicht zu handhaben. Ich habe mir auch nur ein Teil angeschafft: ein eigenes Headset für 19 Euro. Das war bequem zu tragen und ich hatte eine optimale Tonqualität.


Waren Sie zu Anfang skeptisch bzgl. des Hybrid- bzw. Online-Unterrichts?

Oh ja! Früher war meine Überzeugung immer: „Ich brauche Tafel und Kreide!“ Ich habe mich eines Besseren belehren lassen! Auch von anderen Teilnehmern habe ich gehört, dass sie zuerst Zweifel hatten, dann aber doch begeistert vom Hybrid- bzw. Online-Unterricht waren. Eine Handvoll ist sogar meinem Beispiel gefolgt und hat sich für die Variante „Alles online“ entschieden.


Wünschen Sie sich für die Zukunft nur noch Online-Lehrgänge?

Es sollte auf jeden Fall künftig noch viel mehr als Online-Unterricht angeboten werden. Ich bin aber natürlich auch kein Maßstab für jedermann! Optimal ist sicher, wenn die Teilnehmer die Wahl zwischen Online- und Vor-Ort-Unterricht haben. Denn es gibt natürlich auch einiges, das man am allerbesten vor Ort mit eigenen Augen sehen sollte, zum Beispiel Werkstoffprüfungen. Wobei ich mir aber auch vorstellen kann, dass sich sogar solche Versuche mit Kameras gut auf den heimischen Bildschirm übertragen ließen… Mein Fazit ist in jedem Fall: Corona hat uns nicht nur Schlechtes gebracht. Es wurden durch Corona so viele Dinge digitalisiert und funktionieren mittlerweile so gut, dass ich das Gefühl habe: „Man kann locker alles von zu Hause aus machen.“ Ich bin das Paradebeispiel dafür.

Ansprechpartner

  1. Sven NoackSven Noack

    Diplom-Ingenieur - SFI/IWE
    Geschäftsführer, Leiter
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