Schweißtechnische Lehr- und Versuchsanstalt Nord gGmbH

GIS SLV Nord

Zerstörungsfreie Werkstoffprüfung

Ziel der zerstörungsfreien Werkstoffprüfung (ZfP) ist es, eine Aussage über etwaige Unregelmäßigkeiten zu treffen ohne die Bauteile zu schädigen. Bei der Auswahl des Prüfverfahrens achten wir darauf, das angestrebte Prüfziel zuverlässig und mit minimalem Aufwand zu erreichen. In der Regel werden verschiedene Prüfverfahren kombiniert um alle Unregelmäßigkeiten erfassen zu können.

Unser Prüfpersonal verfügt über die schweißtechnische Kompetenz und die erforderlichen Zertifizierungen nach DIN EN 473 in den Prüfverfahren der Sicht-, Magnetpulver-, Eindring- und Ultraschallprüfung sowie der Digitalen Radioskopie.

Durchstrahlungsprüfung (Digital Radioscopie / DR):
Es können Fehler (z. B. Poren, Schlacke o. Wolframeinschlüsse) im Inneren des Werkstücks gefunden werden. Die Fehlergröße ist direkt erkennbar. In unserer Radioskopie -Vollschutzanlage (X-Cube) können Bauteile von max. 60 kg und einer durchstrahlten Wanddicke von bis zu 30 mm geröntgt werden.

Sichtprüfung (Visual Testing / VT):
Unter Sichtprüfung versteht man eine Betrachtung mit bloßem Auge oder mit Hilfe von Vergrößerungslinsen. Auch eine Betrachtung schwer zugänglicher Innenräume mit Hilfe von Endoskopen gilt als Sichtprüfung.

Magnetpulverprüfung (Magnetic Testing / MT):
Bei der Magnetpulverprüfung wird das Prinzip des magnetischen Streuflusses ausgenutzt. In das Bauteil wird ein Magnetfeld eingebracht. Trifft das Magnetfeld senkrecht auf einen magnetisch schlecht leitenden Bereich (z. B. Riss mit Luft), so wird ein Teil der Feldlinien aus der Oberfläche herausgedrängt. Es entsteht ein magnetischer Streufluss.  Dieser wird durch ein aufgebrachtes Metallpulver für das menschliche Auge sichtbar.

Eindringprüfung (Penetration Testing / PT):
Die Eindringverfahren werden zum Nachweis von Fehlern eingesetzt, die zur Oberfläche hin offen sind. Beim Eindringverfahren wird auf die Prüffläche geeignetes Eindringmittel aufgetragen. Nach dem Aufbringen eines Entwicklers, der das in den Fehlern verbleibende Eindringmittel „ansaugt“ (Löschblatteffekt), ergibt sich die Fehleranzeige.

Ultraschallprüfung (Ultrasonic Testing / UT):
Es wird der mit sogenannten Ultraschallprüfköpfen erzeugte Ultraschall in das Werkstück eingekoppelt. An Fehlstellen in diesem Werkstück werden die Schallwellen reflektiert. Durch Messung der Laufzeit ist eine Ortung des Fehlers möglich.

Ansprechpartner:

Sven Knochenmuß
Diplom-Ingenieur, SFI/IWE
Leiter Werkstofftechnik
Tel.:+49 (0)40 35905-760
Fax:+49 (0)40 3590544-760
E-Mail:sknochenmuss@slv-nord.de



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Tel.: 040 35905-400
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